Warum ich mein herrlich flexibles VA-Business liebe…

Bis 2013 arbeitete ich noch abhängig beschäftigt in der Automobilindustrie. Täglich 8 Stunden, immer das Gleiche. Hier ein bisschen Mobbing, dort ein wenig Dauerstress. Wenn es irgendwo Kollegen gab, die tatsächlich so etwas wie ein gutes Arbeitsklima pflegten, dann wurde dieses schnell unterbunden. Sorry, nicht meins.

 

Was heißt VA überhaupt und was macht die?

VA (gesprochen Wie Ey oder Vau Ah) bedeutet Virtuelle Assistenz. Gemeint ist einfach jemand der ausschließlich online arbeitet und Leistungen anbietet, die online versandt oder abgerufen werden können.

Es gibt noch den Begriff VPA für Virtuelle Persönliche Assistenz und eben Selbstständige Virtuelle Assistenz.

Letzteres bevorzuge ich, denn Selbstständig muss man sich schon machen, bevor man loslegen kann. Assistenz ist in dieser Berufsbezeichnung ebenfalls etwas irreführend. Virtuelle Assistenten sind immer selbstständige, dienstleistende Unternehmer, zumindest hier in Deutschland.

Grundsätzlich kann man als virtuelle Assistentin alles online anbieten, für das man kompetent ist oder wofür man Kunden hat. Es macht keinen besonderen Unterschied, ob man als Mitarbeiter einer Firma in einem Büro sitzt und seine Arbeit zu Kollegen und Vorgesetzten schickt oder ob man im heimischen Büro, am Strand oder ein Bergpanorama genießend, als virtueller Dienstleister seine Arbeit an seine Kunden schickt. In beiden Fällen ist die Voraussetzung der Internetanschluss. Heutige Firmen können ohne Internet auch schnell handlungsunfähig werden.

Virtuelle Assistentinnen sind der Leuchtturm im Sturm ihrer Kunden

Ob ich nun z.B.

  • Marketingexpertin,
  • Vertriebsprofi,
  • Controlling-Ass usw.

oder mega fit in

  • MS-Office,
  • Podcast,
  • E-Mail-Marketing etc.

bin, für jede Form von virtueller Assistenz gibt es Kunden.

 

Mein baldiger Ex-Bauchladen

Häufig fängt man mit einem extrem breitgefächerten Angebot, dem sogenannten Bauchladen an, um

  • schnell mehrere Kunden anzusprechen
  • etwas dazulernen zu können

und weil man sich nicht auf ein Thema festgelegt hat oder festlegen möchte.

So habe ich auch angefangen und wenn nicht ein plötzliches Ereignis alles über den Haufen geworfen hätte, ich hätte mein baldiges Einzelangebot „Stressmanagement“, diesem Bauchladen einfach nur hinzugefügt.

Die Arbeitszeiten bestimmt man ebenfalls selbst.

Klingt toll, oder?!

 

Vom Bauchladen zum Einzelangebot, kein Problem

Ein Ereignis, welches zu erwarten war, aber dann doch von einem auf den anderen Tag eintrat, veränderte alles.

Mittwochs war die wichtige Frage noch „Bestellen wir Pizza oder kochen wir selbst?“ und schon Donnerstag hieß es „Hurra, mein Kind ist 90“ oder „Willkommen im Club der pflegenden Angehörigen“.

Hals über Kopf der dringende Umzug in eine halb renovierte Wohnung in vollkommen neuer, völlig fremder Umgebung und dazu der absolut fremdgesteuerte Ganztagesablauf. Selbstredend kein Büro, keine Zeit..Schlaf? Häh, was’n das?.. Alles anders… Aaaaaaah, ich will nach Hause!

 

 

 

Passend am Morgen des ersten Advents kündigte mir mein Laptop die Mitarbeit fristlos, mit sofortiger Wirkung. Das fehlte ja auch noch, unter dem tun wir es nicht. Ich hatte bis Spätabends noch den letzten Schliff für mein Adventskalender- und Rauhnächte-Marketing-Projekt erarbeitet. Ich war rundum zufrieden, aber das konnte ich dann ja jetzt wohl getrost vergessen. Start: 1. Advent. Pah, Fehlstart trifft es wohl am allerbesten.

Nach einer gehörigen Portion Selbstmitleid ganz viel „Keiner hat mich lieb“ und sehr viel „Immer ich“ kam ich zu der Erkenntnis: So wird es nichts, weder beruflich noch privat.

Glücklicherweise hatte ich grade kein Kundenprojekt und auch keine Kunden angenommen. Für die Umstellungsphase und die Anpassungszeit konnte ich meine Arbeit erstmal ruhigen Gewissens ruhen lassen. Noch total überzeugt irgendwann an dem Punkt weiterzumachen, an dem ich alles hatte ruhen lassen.

Von der virtuellen Assistenz zum Coaching oder doch lieber beides?

So traurig es sich vielleicht liest, so genial ist es eigentlich, sachlich betrachtet. In welchem Job kann man sich mal eben so eine (ewig lange) Auszeit nehmen?

Anfangs wähnte ich mich bei meiner familiären Pflegetätigkeit noch gut unterstützt durch einen Pflegedienst. Ein Trugschluss, wie sich schnell herausstellte. Das zu thematisieren würde an dieser Stelle definitiv den Rahmen sprengen. Daher nur soviel….. Pflegekatastrophendienst, ich habe ihn (üb)erlebt.

Geplant hatte ich, mein Angebot so abspecken und so zuzuschneiden, das ich Zeit für meine Arbeit und alles andere hätte, neben meiner Betreuungsarbeit.

Der Pflegedienst stellte sich wirklich als untragbare, völlige Katastrophe heraus, der Zeit, Geld und selbst stahlharte Nerven kostete. Rein menschlich sah es leider genauso tragisch aus, komplett daneben. Es war alles so zugespitzt, dass ich, selbst wenn ich die Zeit für meine Arbeit gehabt hätte, die Ruhe gar nicht mehr hatte. Peu a‘ peu wurde aus meinem ruhenden Business, eins im Tiefschlaf.

Als allererste Maßnahme wurde der Pflegedienst getauscht, jetzt tatsächlich gegen einen absoluten Volltreffer. Ich nahm mir auch wieder Zeit für mich und meine Zukunft und es ging ohne weiteres. Was für eine Wohltat….

Mein Stressweg-Zähler

Zurzeit arbeite ich an Angeboten zum Thema „Stressmanagement“. Dabei handelt es sich um eins meiner Lieblingsthemen.

Wie entsteht Stress? Welche Funktion hat er?  Nachdem ich anfing, mich mit diesem Thema zu beschäftigten konnte ich gar nicht mehr aufhören und bildete mich zum Stressmanager (IHK) weiter.

Diese Webseite wird -bis auf den Namen – in den kommenden Wochen nach und nach umgebaut und angepasst.

Bald sagen wir hier dem Stress den Kampf an. Mit

  • Wissen
  • Spaß
  • Entschlossenheit
  • Humor

Alles wird gut, ich freue mich drauf.

4 comments

  1. Ingrid

    Super humorvoll Katastrophen beschreiben zu können ist eine wundervolle Gabe. Du hast sie, liebe Tanalie! (Ist das dein richtiger Name?)

    Herzlich, Ingrid

    1. Tanalie

      Dir danke ich auch, Ingrid. Ich habe schon öfter gehört, ich hätte eine, sagen wir mal, interessante Art zu schreiben. Wirklich komisch finde ich eher, dass es sich für mich recht trocken liest und ich mir denke: Boh, nach drei Sätze knallt der geneigte Leser spätestens mit dem Kopf auf die Tastatur.
      Besser als auf den Tisch magst du jetzt denken, aber ich habe wirklich solche Bilder im Kopf 🙂 🙂

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